Kleinkaliber

Alle Wettbewerbe im Bereich Kleinkaliberpistole werden nach den olympischen Regeln ausgetragen. Diese Vorschriften werden von der ISSF (International Shooting Sport Federation) in Zusammenarbeit mit dem IOC (Internationales Olympisches Komitee) festgelegt. Nach diesen Regeln wird der Sport weltweit betrieben, weshalb Kleinkaliberpistolenwettbewerbe auch als ISSF-Feuerpistolenbewerbe bezeichnet werden. In den ISSF-Feuerpistolenwettbewerben gibt es vier Disziplinen mit dem Kaliber .22 lfb sowie einen Wettbewerb mit der Zentralfeuerpistole in den Kalibern .32 oder .38. Im Gegensatz dazu werden Großkaliberpistolenwettbewerbe nach völlig anderen Regeln ausgetragen und finden oft auf speziell ausgestatteten Schießstätten statt. Aus diesem Grund existiert im PSV eine organisatorische Trennung zwischen Groß- und Kleinkaliberpistole.

Es gibt fünf ISSF-Feuerpistolenbewerbe:

  • Schnellfeuerpistole
  • 50-Meter Pistole
  • 25-Meter Pistole
  • Zentralfeuerpistole
  • Standardpistole

Alle Bewerbe können auch mit dem Revolver bestritten werden. In Österreich gibt es für alle ISSF-Feuerpistolenbewerbe Altersklassen (Junioren, Senioren 1, Senioren 2, Senioren 3). Sämtliche Bewerbe in den Altersklassen werden von Junioren, Männern und Frauen der jeweiligen Altersgruppe ausgetragen. Zudem gibt es in Österreich Mannschaftswertungen, bei denen jeweils drei Schützen eine Mannschaft bilden. Die Regelungen zu Altersklassen und Mannschaften sind in der Österreichischen Schützenordnung (ÖSchO) festgelegt. Die Schützen des PSV nehmen an zahlreichen unterschiedlichen Disziplinen und Wettkämpfen teil.

ISSF-Bewerbe sind Freiluftbewerbe, die ausschließlich im Rahmen der Sommerolympiaden stattfinden. Auch Europa- und Weltmeisterschaften werden ausschließlich im Sommer ausgetragen. Die Saison für Feuerpistolen beginnt daher im Mai und endet im September. Das Training für ISSF-Feuerpistolenbewerbe beim PSV findet freitags von 16:00 bis 18:00 Uhr am Landeshauptschießstand in St. Veit an der Glan statt.

Was gilt es zu beachten?

Der Landeshauptschießstand ist ausschließlich für Vereinsmitglieder und Landeskaderschützen mit ISSF-Bewerben reserviert. Nur Vereinsmitglieder, die ihren Vereinsbeitrag entrichtet haben, sind während des Trainings im PSV und bei offiziell ausgeschriebenen ISSF-Wettkämpfen versichert. Hobbyschützen können beim Training im PSV teilnehmen und sich zudem für die Vereinsmeisterschaft des PSV anmelden. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich beim PSV-Training für die Klagenfurter Bezirksmeisterschaft und den Kärntner Feuerpistolen-Cup zu qualifizieren.

Erfolgreiche Schützen bei der Klagenfurter Bezirksmeisterschaft und/oder dem Kärntner Feuerpistolen-Cup können sich für die Kärntner Landesmeisterschaft, den Süd-Ost-Cup oder den Kärntner Feuerpistolenkader empfehlen. Dort erfolgt die Vorbereitung auf die Staatsmeisterschaft sowie auf Ranglistenwettkämpfe des Österreichischen Schützenbundes (ÖSB). Bei herausragenden Leistungen bei Staatsmeisterschaften oder ÖSB-Ranglistenwettkämpfen besteht die Möglichkeit, sich für internationale Wettbewerbe (IWK Mailand, IWK München, IWK Pilsen, IWK Rio), Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Olympische Spiele zu qualifizieren.

Teilnehmende Schützen erhalten vom Kärntner Landesschützenverband (KLSV) einen Schützenpass für die gewählten Wettbewerbe. Mit diesem Startpass treten sie bei der Bezirksmeisterschaft, Landesmeisterschaft und dem Kärnten-Cup für den PSV Klagenfurt an, bei der Staatsmeisterschaft und dem Süd-Ost-Cup für Kärnten sowie bei Länderwettkämpfen, IWK, EM, WM und Olympischen Spielen für Österreich. Das ISSF-Reglement regelt zudem den Vereinswechsel: Ein Transfer von Club, Landeskader, Nationalkader oder Olympiakader ist ausschließlich während der festgelegten Transferzeiten möglich.

Warum wird bei olympischen Disziplinen das Kaliber .22 lfb verwendet?

Warum wird bei olympischen Disziplinen das Kaliber .22 lfb verwendet?
Beim Wettbewerb 25 Meter Schnellfeuerpistole ist eine schnelle Schussfolge entscheidend. Die Herausforderung für den Schützen besteht darin, in 8, 6 und 4 Sekunden auf fünf nebeneinander stehende Scheiben präzise Treffer zu erzielen. Das Kaliber .22 lfb unterstützt diese schnelle Schussfolge aus technischer Sicht optimal. Erfolgreiche Leistungen erfordern zudem intensives Training. Olympioniken schießen häufig 500 oder mehr Schuss pro Trainingseinheit. Bei diesem hohen Trainingsaufwand ist zudem zu berücksichtigen, dass Kleinkalibermunition deutlich günstiger ist als Großkalibermunition.

Beim Wettbewerb 50 Meter Pistole besteht die Herausforderung darin, mit dem Kaliber .22 lfb die Distanz von 50 Metern präzise zu meistern. Dem Schützen stehen dabei Windfahnen und Scheibenbeobachtungsferngläser zur Unterstützung zur Verfügung.

Beim Wettbewerb 25 Meter Pistole ist aus technischer Sicht keine Kaliberbegrenzung erforderlich. Die olympischen Regeln schreiben jedoch dieses Kaliber für den Damenwettbewerb vor. International entspricht der 25 Meter Pistolenwettbewerb bis auf Kaliber und Geschlecht dem Wettbewerb Zentralfeuerpistole, der jedoch nicht olympisch ist und nur für Männer ausgetragen wird.

Beim Bewerb Zentralfeuerpistole müssen gemäß den ISSF Regeln größere Kaliber (Kal. .32 bis Kal. 38.) verwendet werden.

Das PDF „Der Weg nach Olympia“ bschreibt, wie man sich für die Olympischen Spiele qualifizieren kann.